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Tafeln verzeichnen deutlich mehr Kundinnen und Kunden

Die Folgen der Corona-Pandemie machen sich bei den Tafeln zunehmend bemerkbar. Vielerorts nimmt die Zahl der Kundinnen und Kunden um bis zu 20 Prozent zu. Betroffen sind vor allem Menschen im ALG-II-Bezug sowie in Kurzarbeit. Sorgen bereitet der Hilfsorganisation andererseits, dass bei jeder fünften Tafel Kundinnen und Kunden fernbleiben und mit den Angeboten der Tafeln derzeit nicht erreicht werden.

Die Tafeln arbeiten seit fast zwei Jahren unter Pandemie-Bedingungen. Besonders herausfordernd sind seitdem der gestiegene Organisationsaufwand sowie der mangelnde Kontakt und Austausch mit den Kundinnen und Kunden. Im ersten Lockdown im März und April 2020 mussten zwischenzeitlich über 400 Tafeln schließen. Seit dem Sommer 2020 sind die allermeisten Tafeln geöffnet, sie arbeiten durch Hygienemaßnahmen allerdings nicht mit vollständigem Angebot und meist mit weniger ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. Über 60 Prozent der Tafel-Aktiven sind selbst im Rentenalter und gehören damit zur Corona-Risikogruppe. Sie pausierten oder beendeten ihr Engagement.

Lebensmittelverfügbarkeit schwankt

Auch Mengen und Art der gespendeten Lebensmittel schwanken vielerorts. „Im März 2020 waren die Supermärkte plötzlich leer gehamstert. Dafür standen Kreuzfahrtschiffe mit 100kg-Säcken Mehl in den Häfen und Gastronomen mussten wegen der wochenlangen Schließungen ihre Lager räumen. Unsere Helferinnen und Helfer leisten seit Monaten Unglaubliches. Lebensmittel zu retten und zu verteilen, ist aufwändiger und teurer geworden“, sagt Jochen Brühl, Vorsitzender der Tafel Deutschland. Gleichzeitig können Angebote, die gegen Einsamkeit, für Ernährungsbildung, Förderung von Kindern und Jugendlichen oder Integration helfen, nicht stattfinden. (Quelle: Tafel Deutschland)

Stop Waste – Save Food: IK-Weihnachtsspende an die Tafel

Die Tafel-Arbeit basiert auf Spenden: Ohne zur Verfügung gestellte Lebensmittel, finanzielle Zuwendungen und ehrenamtliche Unterstützung wäre die Tafel-Arbeit nicht möglich. Neben Lebensmittel- und Warenspenden benötigen die Tafeln Geld, um laufende Kosten wie Miete, Fahrzeuge, Reparaturen und Verwaltungs-Infrastruktur decken zu können. Verbunden über den „Stop waste – save food“-Gedanken spendet die IK zu Weihnachten traditionell an die Tafel in Bad Homburg und verzichtet dafür auf aufwändige Weihnachtspost oder Geschenke.

Allein in diesem Newsroom-Beitrag sehen wir, wie dringend solche Hilfe gerade auch in unsicheren Pandemie-Zeiten sind. Sind es doch oft die eh schon benachteiligten Menschen, die nun weiter massive Einschränkungen erfahren – bei der täglichen Versorgung mit Lebensmitteln, aber leider auch in puncto Schulbildung und Zukunftschancen.

Lebensmittel retten. Klima schützen. Menschen helfen.

Die über 950 gemeinnützigen Tafeln in Deutschland sammeln einwandfreie überschüssige Lebensmittel von Händlern und Herstellern und verteilen diese regelmäßig an mehr als 1,6 Millionen armutsbetroffene Menschen im ganzen Land. Damit schaffen sie eine Brücke zwischen Verschwendung und Armut. Mit rund 60.000 Ehrenamtlichen, die sich bei den Tafeln engagieren, sind die Tafeln eine der größten sozial-ökologischen Bewegungen in Deutschland. Organisiert sind die Tafeln im Dachverband Tafel Deutschland e. V.
www.kunststoffverpackungen.de

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